Aufforsten fürs Klima

Aufforsten, Artenvielfalt schützen, Armut reduzieren: Seit knapp 10 Jahren engagiert GLS sich für den Klimaschutz. Ab dem 1. Oktober 2019 versendet GLS Germany alle Pakete CO2-neutral. Dabei werden alle durch den Pakettransport verursachten Emissionen über PRIMAKLIMA e.V. ausgeglichen. Der gemeinnützige Verein schützt bestehende Wälder und pflanzt rund um den Globus neue Bäume für den Klimaschutz. Im Mittelpunkt stehen dabei immer das Einbeziehen der lokalen Bevölkerung und das Schaffen neuer Perspektiven. Aktuell unterstützt GLS zwei zertifizierte Projekte in Bolivien und Indonesien.

KlimaProtect_Bolivien

In Bolivien werden über PRIMAKLIMA e.V. zerstörte Wälder und degradierte Weideflächen aufgeforstet – zusammen mit der Bevölkerung vor Ort. Für die Pflanzungen und die Pflege der Bäume erhalten die Kleinbauernfamilien sichere Einkommen und können dadurch ihre Lebensumstände deutlich verbessern.

KlimaProtect_Indonesien

In Indonesien werden entwaldete Flächen im Schutzgebiet aufgeforstet und bereits existierende Wälder vor der Abholzung und der Umwandlung in Palmölplantagen geschützt. Die Größe des Schutzgebiets entspricht ungefähr der Fläche von Hamburg und ist durch einen enormen Artenreichtum geprägt. Durch das Projekt wird auch ein Orang-Utan-Schutzzentrum unterstützt und der Bevölkerung geholfen, alternative Einkommensquellen zu entwickeln.

Zertifizierte Kompensation

Die Kompensation der entstandenen CO2-Emissionen erfolgt durch zertifizierte Aufforstungs-Projekte (Gold- oder VCS-Standard) durch PrimaKlima e.V. (Stiftung Warentest „sehr gut“). Die Emissionsminderungen aus Projekten, die das VCS-Zertifikat tragen, müssen real, messbar, permanent, zusätzlich, von unabhängigen Dritten geprüft, einzigartig, transparent und konservativ berechnet sein. Die Ziele des VCS-Zertifikats erfüllen die vom Kyoto-Protokoll geforderten Kriterien und Auflagen.

Warum GLS Projekte im Ausland unterstützt?

Wenn in Deutschland Bäume gepflanzt werden, wird deren CO2-Einbindungsleistung immer automatisch der deutschen Reduktionsverpflichtung aus dem Kyoto-Protokoll angerechnet. Würde GLS also deutsche Projekte unterstützen, könnten diese nicht für den eigenen Klimaausgleich berücksichtigt werden – sonst würden die Bäume doppelt gezählt.

Dazu wachsen Bäume in der Nähe des Äquators schneller, so dass früher und mehr CO2 eingebunden werden kann. Gleichzeitig tragen die ausländischen Projekte zur Klimagerechtigkeit bei. Denn Länder im globalen Süden sind oftmals bereits heute von den Folgen des Klimawandels betroffen, ohne dass die Menschen diesen zu verantworten haben. Durch die Aufforstungsprojekte werden neue Einkommensquellen erschlossen und so die Wirtschaftskraft und die Menschen vor Ort gestärkt. Trotzdem sucht GLS Germany derzeit auch zusätzlich deutsche Klimaschutzprojekte.